Hundeschule Bergheim    Spaß mit Kopf & Pfötchen      
 

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  der Border Collie


Der Urahn aller Border Collies

Als Stammvater der Border Collies gilt der 1893 geborene Old Hemp, der von dem Farmer Adam Telfer gezüchtet wurde. Alle heutigen Border Collies lassen sich auf dieses Tier zurückführen. Nie vorher gab es angeblich eine solche außergewöhnliche Hundepersönlichkeit. Der kräftige schwarz-weiße Hund hatte das Hüten so im Blut, dass er nie ein Training benötigte. Selbst den schwierigsten Trial- die Hütewettkämpfe fanden unter den Schäfern zunehmend regen Zuspruch- bestand er bravourös in Minuten.

 

 


Wir möchten an dieser Stelle gar nicht darauf eingehen über den Rassestand, was der Hund muss und wie der Umgang sein sollte. Man muss sich nicht strikt an Infomaterial über Erziehung und Haltung richten, sondern seine eigenen Vorstellungen bei der Erziehung mit einbringen. Vielmehr möchten wir ein paar Tipps geben zum Umgang mit einem Border Collie.
Unsere Erfahrungen die wir gesammelt haben durch Bücher, Videos, Hundeschule, Gespräche mit Gleichgesinnten wollen wir hier festhalten.
Der Border Collie ist ein sehr sensibler Hund. Hat er aber einmal Freundschaft geschlossen zu Mensch und  Tier, kann er der beste Freund werden. Was haben wir alles gehört über, der Hund würde uns die Wohnung und Einrichtung demolieren. Klar war hier und da mal ein Fetzen von der Tapete abgerissen, die einzigste Fußleiste die nicht festgebohrt war gefunden und zerstört, das Telefonkabel angeknabbert etc. aber es war bei weitem nicht in dem Ausmaß wie es uns beschrieben worden ist.
Aber die Wiedersehensfreude überwog dem Ärger. Was kann sich so ein Hund freuen, selbst wenn man nur den Müll raus gebracht hat. Bei zwei Hunden achten wir dabei auch wen wir zuerst begrüßen, um die Hirachie  zu festigen. Das machen wir bei vielen Kleinigkeiten, wie z.B. wer wird zuerst angeleint, wer bekommt zuerst sein Futter usw. Felix macht da im Vergleich zu Jayla schon etwas mehr Unsinn, aber auch nicht so das wir ihn zum Teufel wünschen.
Wir wollen unsere Hunde ohne Schläge erziehen. Wenn sie groben Unfug betrieben haben, ignorieren wir einfach ihre Annäherungsversuche und bestrafen sie mit Worten ( Pfui, Drecksack, Schweinhund usw. ) es wirkt.
Wir sind aber auch dann nicht zimperlich  wenn sie mal nicht hören, dann gibt's auch mal einen scharfen Ruck  an der Leine oder ein drücken der Lefzen. Danach wird aber sofort wieder wie jeck gelobt  wenn sie wieder  was richtig gemacht haben. 
Ein scharfes NEIN reicht oft schon aus, um dem Hund zu zeigen, dass er etwas nicht darf oder Falsch macht.
Unser Ausbilder in der Hundeschule äußerte eine Bemerkung, die sich mir eingeprägt hat: Ein Hund gibt  einem jeden Tag eine neue Chance. Und man sollte dem Hund auch jeden Tag eine neue Chance geben. 
Alles in allem  sind wir bei der Erziehung hart aber herzlich, wo meine Schwester, die mit uns in einem Haus wohnt und sich tagsüber um die Hunde kümmert wiederum zu weich ist, irgendwann tanzen die Hunde ihr auf der Nase herum.

Auf die Pflege unsere legen wir großen Wert. So kaufen wir nur ausgewogenes, für den Hund spezielles Futter. Im Frühjahr und Sommer bekommen die Hunde Frontline, um gegen Zecken vorzubeugen. Bei Jayla haben wir im ersten Jahr noch keine Zecke gefunden. Später mal die ein oder andere die wir aber schnell entfernt hatten. Wir bürsten die Hunde mindestens 5 mal die Woche, was man unserer Meinung nach  auch deutlich sehen kann. Die Hunde lassen das mit einer Engelsgeduld über sich ergehen, ich denke es gefällt ihnen und sie fühlen sich wohl. Wir besuchen lieber einmal zuviel als zuwenig den Tierarzt, was den Hunden zwar nicht gefällt, aber wir können Abends besser schlafen wenn wir wissen das alles o.k ist.

Jayla hat schon irren Spaß wenn wir in der Hundeschule mal schnell über den Agilitykurs wetzen, aber sie will nicht durch den reifen Springen. Sie bewältigt alle Geräte mit Bravour, nur das Slalomrennen scheint ihr nicht zu gefallen.
Na ja, vielleicht will ich am Anfang auch was viel, da ich im TV gesehen habe das gerade diese Übung bis zu 2 Jahren dauern kann, bis der Hund sie in Präzision ausführen kann.

Felix läuft beim Ausgang im Feld immer wie ein Staubsauger durch die Gegend, während Jayla durch die Felder wetzt wie ein Jeck, immer aufmerksam auf einen Befehl wartet. Beim Treffen mit anderen Hunden sind beide sehr vorsichtig und zurückhaltend. Felix markiert ab und an den großen Mann wenn er noch angeleint ist, aber dies ist sofort vorbei wenn er frei ist. Jayla interessiert das gar nicht, sie schnüffelt mal und dann ist es auch gut und sprintet wieder durch die Felder.

Wir üben viel mit unseren zwei Rackern, im Feld wiederholen wir die Übungen aus der Hundeschule und im Haus kleinere Sachen wie bleib und verstecken uns dann in den Räumen. Als Belohnung spielen wir dann mit dem Ball oder Seilzerren, ihr Lieblingsspiel. Das Spielen nach einer erfolgreichen Übung ist viel sinnvoller als Leckerchen zu geben da der Hund dies als größeren Anreiz sieht.

Erscheinungsbild:
Der  Border Collie ist ein wohlproportionierter Hund, die geschmeidigen Außenlinien  zeigen Qualität, Anmut und vollkommene Harmonie, verbunden mit genügend  Substanz. Dadurch entsteht der Eindruck, dass der Hund zu ausdauernder Leistung  fähig ist. Jede Neigung zu Plumpheit oder Schwäche ist unerwünscht.

Charakteristik:
Zäher, hart arbeitender Hütehund, mit guter Führigkeit.

Wesen:
A
ufgeweckt,  aufmerksam, führig und intelligent, weder nervös noch aggressiv.

Kopf:
Der  Schädel ziemlich breit, Hinterkopf nicht betont. Die  Wangen weder voll noch gerundet. Der Fang zur Nase spitz zulaufend, mäßig kurz und kräftig. Schädel und Vorgesicht ungefähr gleich in der Länge. Die Nase schwarz, ausgenommen bei braunen oder schokoladenfarbenen Hunden, bei denen sie  braun sein darf. Bei blauen Hunden sollte sie schieferfarben sein. Die  Nasenlöcher sind gut entwickelt.

Augen:
Weit auseinander gesetzt, von ovaler Form und mittlerer Größe. Augenfarbe braun,  bei blue-merles darf ein oder beide Augen ganz oder teilweise blau sein. Der Ausdruck ist sanft, aufgeweckt, aufmerksam und intelligent.

Ohren:
Von  mittlerer Größe und Textur, weit auseinander stehend, aufrecht oder halb aufrecht getragen und ausdrucksvoll beweglich.

Fang/Gebiss:
Zähne und Kiefer kräftig mit einem fehlerlosen, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen.

Hals:
Von guter Länge, kräftig und muskulös, leicht gewölbt und zu den Schultern sich  verbreitend.

Vorderhand:
Die Vorderläufe, von der Front aus gesehen, sollen parallel stehen, die  Vordermittelfüße etwas schräg, wenn man von der Seite sieht. Die Knochen  kräftig, aber nicht schwer. Die Schultern zurückliegend, die Ellenbogen dicht am Körper anliegend.

Körperbau:
Der Körper ist von athletischem Aussehen mit einer tiefen, breiten Brust und gut gewölbten Rippen. Die Lenden wirken muskulös, aber nicht aufgezogen. Die Kruppe ist breit und muskulös und verläuft anmutig zum Rutenansatz. Der Körper soll etwas länger sein als die Höhe der Schulter.

Hinterhand:
Die Oberschenkel lang, tief und muskulös mit gut gewinkelten Kniegelenken und  kräftigen, Tiefgesetzten Sprunggelenken. Vom Sprunggelenk zum Boden sollen die  Hinterläufe gut knochig sein und parallel stehen, wenn man von hinten sieht.

Pfoten:
Oval in  der Form, die Pfoten kräftig und fest, die Zehen gebogen und nah zusammenliegend. Die Krallen kurz und kräftig.

Rute:
Mittelmäßig  lang, die Knochen wenigstens bis zum Sprunggelenk reichend, tief angesetzt, gut ausgestattet und mit einem Aufwärtsschwung am Ende, der den Umriss und die Harmonie des Hundes anmutig vervollständigt. Die Rute darf in Erregung erhoben, aber niemals über dem Rücken getragen werden.

Bewegung:
Frei, fließend und unermüdlich, wobei die Pfoten möglichst wenig aufgehoben werden, damit sich der Hund schleichend und mit großer Geschwindigkeit bewegen kann.

Haarkleid:
Zwei Arten: mäßig lang und glatt (kurz). Bei beiden Arten soll das Deckhaar dicht und von mittlerer Struktur sein, das Unterfell weich und dicht, dies ergibt eine gute Wetterwiderstandsfähigkeit. Bei der mäßig langen Art bildet das  reichliche Haar eine Mähne (am Hals), eine Hose (an den Hinterläufen) und  Fahne (an der Rute). An Gesicht, Ohren, Vorderläufen (ausgenommen Federn), an den Hinterläufen vom Sprunggelenk zum Boden soll das Haar kurz und glatt sein.

Farbe:
Eine Vielfalt von Farben ist erlaubt: schwarz-weiß, tricolour, blue-merle,  blau-weiß, braun-weiß, rot-weiß, red-merle, lilac. Weiß sollte nie  vorherrschen. 

Größe:
Idealhöhe  Rüden: 53 cm, Hündinnen etwas weniger.

Fehler:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden,  dessen Bewertung im genauen Verhältnis zu Grad der Abweichung stehen sollte.

Bemerkung:
Rüden  müssen 2 normal entwickelte Hoden haben, die ganz in den Hodensack abgestiegen  sind.

 

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